Aufgaben eines Immobilienmaklers

Es mag gewagt erscheinen, den Arbeitsalltag eines Immobilienmaklers als Mischung aus Traumjob und harter Arbeit zu beschreiben. Doch tatsächlich fordert dieser Job die ganze Persönlichkeit, gestaltet sich sehr abwechslungsreich und bietet erfolgreichen Maklern zudem ein sehr hohes Einkommen.

Das Tätigkeitsprofil

Die Aufgaben des Immobilienmaklers sind sehr vielschichtig: Er tritt als Vermittler von Grundstücken, Wohnungen, Häusern sowie gewerblich zu nutzender Räume und Objekte auf und ist das Bindeglied zwischen dem Anbieter und dem Suchenden. Was sich zunächst recht steif anhört, stellt sich spätestens auf den zweiten Blick als abwechslungsreicher und herausfordernder Beruf dar, der viel Raum für die eigene Entwicklung bietet. Denn neben den Verwaltungsarbeiten im Büro und den Objekt-Besichtigungen vor Ort sowie den Kundengesprächen und Verhandlungen mit den Auftraggebern bleibt immer auch eine gewisse Portion Freiraum. Also doch eine Mischung aus Traumjob und harter Arbeit?

Der Bürojob

Eine Facette des Arbeitstages eines Immobilienmaklers bildet die Tätigkeit im Büro. Neben den klassischen Verwaltungsaufgaben ist der Makler als Rechercheur und manchmal auch als Werbetexter tätig, denn die im Portfolio befindlichen Objekte des Maklers müssen für die Vermittlung entsprechend aufbereitet werden. Dazu erstellt der Immobilienmakler Exposés und Grobentwürfe für Werbe-Anzeigen, die dem potentiellen Kunden in Wort und Bild einen ersten Überblick über das angefragte Objekt verschaffen.

Wichtige Eckdaten sind hier vor allem die Lage („gehobene und ruhige Wohngegend nahe des Stadtparks“), die Größe („repräsentativer Wohnbereich“) sowie der Preis. Der Immobilienmakler sollte zudem über die Fähigkeit verfügen, diese Informationen verkaufsfördernd formulieren zu können. In geeigneten Medien wie der Tagespresse oder in Online-Portalen bewirbt der Makler die jeweiligen Objekte und beantwortet erste Kundenanfragen am Telefon oder per E-Mail, versendet Exposés sowie vereinbart Besichtigungstermine.

Besichtigung der Objekte vor Ort

Die stärkste Gewichtung im Tätigkeitsprofil eines Immobilienmaklers kommt zweifellos den Besichtigungsterminen der Objekte vor Ort zu. Kundenorientiert und freundlich stellt der Makler das Objekt vor und muss sich bei der Termingestaltung zudem flexibel zeigen, da nicht jeder Interessent während der normalen Büro- und Geschäftszeiten aufgrund eigener Verpflichtungen für eine Besichtigung zur Verfügung steht.

Neben den wirtschaftlichen Interessen des Maklers gilt es, die Wünsche des Kunden zu berücksichtigen sowie die Direktiven des Auftraggebers umzusetzen. Dies erfordert neben den notwendigen Branchen- und Marktkenntnissen ein Höchstmaß an Fachwissen, mit dem sich der Makler vor Ort auszeichnet und detaillierte Informationen zum Objekt an den Interessenten weitergibt. Dabei ist die Fähigkeit, im Verkaufsgespräch auf die unterschiedlichsten Kunden eingehen zu können, mit Blick auf eine erfolgreiche Vermittlung von Vorteil.

Der Immobilienmakler als Akquisiteur in eigener Sache

Derzeit sind in Deutschland rund 15.000 Immobilienmakler tätig – entsprechend umkämpft ist der Markt, was für den Makler bedeutet, zusätzlich zu den beruflichen Aufgaben auch Akquise in eigener Sache zu betreiben. Und obwohl nahezu jede zweite Wohnung in Deutschland durch einen Makler ihren neuen Mieter findet, ist der berufliche Erfolg eines Immobilienmaklers mitnichten ein Selbstläufer, auch wenn die Geschichte, die im Rahmen einer Weiterbildungsveranstaltung unter Immobilienmaklern in München im Jahr 2007 die Runde machte, anderes vermuten lässt. Demnach hat ein New Yorker Immobilienmakler im Sommer 2006 einem Scheich aus Saudi-Arabien ein Grundstück auf dem Mond verkauft – und dies ganze ohne Besichtigungstermin...

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