Maklerprovision bei Vermietung/Miete

Beim Abschluss eines privaten Mietvertrages muss in aller Regel der Mieter an den vermittelnden Makler eine Provision zahlen. Höhe und Möglichkeiten zur Erhebung einer Provision sind gesetzlich geregelt.

Die Regelungen zur Vermittlung von Wohnraum sind im Wohnraumvermittlungsgesetz (WoVermRG) geregelt. Danach ist der Makler nicht zur Erhebung einer Vermittlungsprovision berechtigt, wenn er gleichzeitig Verwalter oder Eigentümer ist oder das Mietverhältnis mit dem gleichen Mieter lediglich verlängert wird. Ebenfalls kein Anspruch besteht, wenn der Wohnungsvermittler einer juristischen Person angehört, die wiederum Eigentümer der zu vermietenden Wohnung ist.

Grundsätzlich steht dem Makler eine Provision auch nur zu, wenn der Mietvertrag tatsächlich zustande kommt. Der einfache Nachweis einer Wohnung ist nicht ausreichend, um ein Provisionsverlangen zu begründen. Außerdem begrenzt der Gesetzgeber gemäß § 3 Abs. 2 WoVermRG das Provisionsverlangen des Maklers auf maximal zwei Monatskaltmieten zzgl. Umsatzsteuer.

Wer nach Abschluss des Mietvertrages die Provision zu zahlen hat, ist den Vertragsparteien (Makler, Mieter, Vermieter) überlassen. Im Regelfall jedoch muss der Mieter für die Vermittlungsgebühr aufkommen. Denkbar wäre jedoch auch, dass Mieter und Vermieter gemeinsam die Provision des übernehmen, denn schließlich hat der Vermieter den Makler beauftragt, einen Mieter für seine Wohnung bzw. sein Haus zu finden. Die Splittung der Kosten hängt jedoch vom individuellen Verhandlungsgeschick ab.

Viele Mieter scheuen davor zurück, einen Makler mit der Suche nach einer neuen Wohnung zu beauftragen, weil sie die anstehenden Provisionskosten fürchten. Immerhin muss ein zukünftiger Mieter im ersten Monat die Miete inkl. der zu zahlenden Nebenkosten aufbringen, dazu noch (einen Teil) der zu hinterlegenden Sicherheitsleistung sowie unter Umständen zwei Monatskaltmieten zzgl. Umsatzsteuer Vermittlungsprovision für den Makler. Somit stehen für den Mieter im ersten Monat Kosten in Höhe von vier Monatskaltmieten zzgl. Nebenkosten bzw. Umsatzsteuer an. Eine Ratenzahlung bzw. Splittung der Kosten wäre für jeden Mieter wünschenswert.

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