Sachwertverfahren

Das Sachwertverfahren zielt darauf ab, substanzorientierte Werte zu erfassen. Der Sachwert setzt sich aus dem Bodenwert, dem Gebäudesubstanzwert und dem Wert sonstiger Anlagen zusammen. Bei der Berechnung werden diese 3 Größen erstmals getrennt erfasst und anschließend zu einem Ausgangswert zusammengesetzt.

Wann wird das Sachwertverfahren angewandt?

Dieses Verfahren eignet sich insbesondere dann, wenn Bau- und Erstellungskosten im Mittelpunkt des Interesses stehen. Dies ist oft im Bereich der eigengenutzten Immobilien der Fall.

Berechnung nach dem Sachwertverfahren

Die Berechnung des Bodenwertes erfolgt getrennt von der Ermittlung des Gebäudewertes. Der Bodenwert an sich ist nach den Regeln des Vergleichswertverfahrens zu ermitteln. Hierbei wird von der Vorstellung eines unbebauten Grundstückes ausgegangen. Sollten keine geeigneten Vergleichsgrundstücke vorhanden sein, so muss auf Bodenrichtwerte zurückgegriffen werden.

Die Ermittlung des Gebäudesubstanzwertes erfolgt auf Basis der Normalherstellungskosten unter Berücksichtigung des Alters, Baumängel und Bauschäden, sowie sonstiger wertbeeinflussender Faktoren. Grundlage für die Ermittlung der Herstellungskosten ist entweder die Bruttogrundfläche in Quadratmeter oder die Kubikmeteranzahl des umbauten Raumes. Der ermittelte Wert wird anschließend mit dem entsprechenden Preis pro Einheit für ein bestimmtes Basisjahr multipliziert und anschließend mit dem Baupreisindex des Basisjahres umgerechnet. Zusätzlich müssen die Baunebenkosten hinzugerechnet werden.

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