Verdienst eines Immobilienmaklers

Um es vorweg zu nehmen: Geld ist nicht alles. Doch die Frage nach den Verdienstmöglichkeiten ist legitim und stellt sich zwangsläufig jedem, der sich für den Beruf des Immobilienmaklers entscheiden möchte.

Immobilienmakler: Betriebswirtschaftler mit Freude am Kundenkontakt

Im Grunde ist ein Immobilienmakler ein Betriebswirtschaftler mit Freude am Kundenkontakt und der Frage nach dem Einkommen sollte zunächst nicht die stärkste Gewichtung zukommen. Entscheidend sind Faktoren wie Spaß am künftigen Job sowie allgemein die Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten. Ein künftiger Immobilienmakler sollte Freude am Umgang mit Menschen haben und es auch mögen, am Computer softwaregestützt Objekte rein nach betriebswirtschaftlichen Daten zu bewerten.

Verdienstmöglichkeiten

Der Immobilienmakler bezieht sein Einkommen in Form von Provisionen, die er für seine Vermittlertätigkeit bezieht. Diese sogenannte Courtage beträgt bei der Vermittlung von Mietwohnungen maximal zwei Monatsmieten, beim Verkauf eines Ojektes liegt die Makler-Vergütung bei drei bis sechs Prozent des Verkaufspreises. Allein aus diesen Zahlen wird deutlich, dass die Verdienstmöglichkeiten eines Immobilienmaklers stark varieren und abhängig sind von der aktuellen Marktlage, dem Fleiß des Maklers sowie des gewählten Geschäftsmodells.

Nach Angaben des IVD, des Bundesverbandes der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen e.V., liegt das durchschnittliche Monatsbruttoeinkommen eines Immobilienmaklers bei ca. 3.000,- Euro, wobei die Skala sowohl nach oben als auch nach unten offen ist und regional große Unterschiede aufweist. So verdienen Makler in Hamburg im Durchschnitt etwa doppelt soviel wie ihre Kollegen in Sachsen-Anhalt.

Welches Geschäftsmodell verspricht die höchsten Einkommen?

Für den selbständigen Immobilienmakler gibt es mehrere Möglichkeiten, tätig zu werden: Als Einzelkämpfer mit eigenem Büro; in Form eines Zusammenschlusses mehrerer Makler, die sich auf Teilgebiete der Vermittlung (Gewerbe, Wohnraumvermittlung, Industrieflächen) spezialisieren und das unternehmerische Risiko auf mehrere Schultern verteilen sowie in Form eines Franchise-Vertrages mit bundesweit operierenden Maklerfirmen.

Jedes dieser Geschäftsmodelle bietet Vor- und Nachteile und hat im kleinen Maß Auswirkungen auf das Einkommen des Maklers. Aktuell ist eine Expansion der großen Maklerunternehmen zu beobachten, die unter ihrem Dach per Franchise-Vertrag mit ehemals unter eigenem Namen arbeitenden Immobilienmaklern zusammenarbeiten und Dank der Attraktivität und der Bekanntheit der Marke dem Makler gewisse Vorteile offerieren.

Geld allein macht nicht glücklich...

... aber ohne Geld macht das Leben auch keinen Spaß – stimmt. Dennoch sollte die Entscheidung für den Beruf des Immobilienmaklers ganz bewusst und nicht aufgrund der Einkommensmöglichkeiten getroffen werden. Sachlich muss hinterfragt werden, ob der Beruf auch in 20 Jahren noch Freude bereiten kann und welches Potential er für die eigene Entwicklung bietet.

Die Identifikation mit dem eigenen Handeln ist dabei eine wichtige Voraussetzung, denn eine berufliche Karriere ist keine Momentaufnahme, sondern setzt sich aus vielen kleinen und großen Schritten zusammen, die nur der erfolgreich zu gehen vermag, der von der Richtigkeit seiner Entscheidung überzeugt ist. Wer darauf aufbauend mit ganzer Kraft und eben auch mit seinem Herzen diesem schönen und abwechslungsreichen, zugleich aber auch sehr fordernden Beruf des Immobilienmaklers nachgeht, verfügt über die vielleicht wichtigste Eigenschaft für ein erfolgreiches Berufsleben: Entscheidungen bewusst und mit Sachkenntnis zu treffen und deren Tragweite überschauen zu können.

Immobilienmakler

Grundlagen

Möglichkeiten einer Ausbildung

Ausbildungsgrade