Voraussetzungen zum Immobilienmakler

Wer sich für den Beruf des Immobilienmaklers entscheidet, findet in Deutschland nur geringe Einstiegshürden. Formell genügt ein polizeiliches Führungszeugnis sowie die Gewerbeanmeldung.

Auf dem Weg zum Immobilienmakler

Wenn doch nur alles in Deutschland so einfach wäre: Nach deutschem Recht darf jeder Erwachsene als Immobilienmakler tätig werden. Einschränkungen gelten nur für Personen mit bestehenden Steuerschulden, bei einem laufenden Insolvenzverfahren oder der Listung im Schuldnerverzeichnis. Alle anderen könnten theoretisch sofort mit der Vermittlung von Grundstücken, Häusern und Wohnungen beginnen. Doch ganz so einfach ist es nicht, als Immobilienmakler Geld zu verdienen. Wer in diesem abwechslungsreichen und interessanten Beruf erfolgreich sein möchte, sollte einige wichtige Voraussetzungen erfüllen. Entscheidend für den Erfolg sind neben einer guten Ausbildung, gewissen charakterlichen Eigenschaften auch die Wahl des Standortes für die spätere Selbständigkeit als Immobilienmakler.

Professionalität und Kompetenz basieren auf fundiertem Wissen

Nach einem erfolgreichen Schulabschluss kann der Weg zum Immobilienmakler über eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann oder zum Kaufmann für Grundstücks- und Wohnungswesen führen. Unmittelbar daran oder nach einigen Jahren Berufserfahrung könnte sich ein Studiengang Immobilienwirtschaft (Bachelor) oder zum Betriebswirt Immobilienmanagement anschließen. Ebenso ist die Aufnahme eines Fernstudiums zum geprüften Immobilienfachwirt oder zum geprüften Immobilienmakler möglich.

Eine weitere wichtige Voraussetzung, um als Immobilienmakler erfolgreich arbeiten zu können, ist die Bereitschaft, sich weiterzubilden. Die Industrie- und Handelskammern halten spezifische Angebote für Immobilienmakler bereit, damit diese ihr Wissen unter anderem in Sachen Steuer- und Baurecht auf dem neuesten Stand halten können.

Aber auch Quereinsteigern, die eine neue berufliche Herausforderung suchen, stehen alle Möglichkeiten offen, als Immobilienmakler Fuß zu fassen. Ein vorher ausgeübter kaufmännischer Beruf sowie Vertriebserfahrung sind zwar von Vorteil, jedoch nicht Bedingung, denn letztlich gibt es nichts, was man nicht erlernen könnte.

Unabdingbar für den Erfolg: Ein guter Service

Spätestens bei der Beurteilung der Wertentwicklung eines Hauses oder der Bewertung eines Objektes im Kundenauftrag wird deutlich, weshalb ein Immobilienmakler über umfassende Kenntnisse des Marktes verfügen sollte. Denn der zu erzielende Preis wird nicht nur durch die Wechselwirkung von Angebot und Nachfrage bestimmt. Neben der Lage des Objektes ist auch sein baulicher Zustand ein wichtiges Kriterium, weil zu erwartende hohe Sanierungskosten sich negativ auf den Verkaufspreis auswirken. Auch ist zu berücksichtigen, ob dem Interessenten durch den Erwerb der Immobilie Steuervorteile winken. Mit Kenntnissen im Bau- und Steuerrecht ist der Makler in der Lage, seine Kunden umfassend zu beraten und vermittelt zudem ein hohes Maß an Kompetenz, die ihm im besten Fall als gute Reputation Empfehlungen für weitere Interessenten verschaffen.

Doch der Job des Immobilienmaklers ist nicht allein mit dem Vorstellen und Besichtigen von Wohnungen und Häusern getan. Eine nicht minder wichtige Voraussetzung ist die Kundenorientierung. Die Erledigung der Formalitäten beim Grundbuch- und dem Katasteramt sowie ein erster Überblick über Finanzierungsmodelle sollten im Service des Maklers inbegriffen sein. Versteht sich der Immobilienmakler im Sinne seiner Kunden auch als Verkäufer, Kundenbetreuer und Servicemitarbeiter, so ist er auf einem guten Weg.

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